und weiter geht es mit unserer Auflistung der Dinge, die Sie in ihrem Online Shop vermeiden sollten:
5. zu wenige Zahlungsmöglichkeiten
In Anlehnung an Punkt 4 sollten Sie nicht nur im Bezug auf Erstkunden darauf achten, nicht nur Vorkasse anzubieten, sondern natürlich grundsätzlich Ihren Kunden eine Vielzahl an Zahlungsmöglichkeiten anbieten, damit jeder das findet, dem er am meisten vertraut.
Einen Überblick über mögliche Optionen können Sie sich in unserer kürzlich veröffentlichten Liste von Zahlungsarten mit Beschreibungen der Vor –und Nachteile verschaffen.
6. bei der Zahlung auf andere Seiten umleiten
wir bleiben bei den Zahlungsarten: Versuchen Sie so viele Zahlungsarten wie möglich im Look Ihrer Seite darzustellen und so selten wie möglich auf die Seiten externer Anbieter umzuleiten. Das weckt weit mehr Vertrauen beim Kunden.
7. vom Kunden zu viele Pflichtangaben verlangen
Ja, Sie wollen wissen, wann Ihr Kunde Geburtstag hat und am besten auch noch, was er Netto verdient… NEIN! das wollen – und vor allem das sollen Sie nicht: Sie können durchaus dem Kunden die Möglichkeit geben, viele persönliche Angaben zu machen. Aber, analog zur Registrierung (Punkt 3): Sie dürfen es nicht zwingend verlangen. Erfragen Sie als Pflichtfelder von Ihren Kunden wirklich nur die Daten, die Sie benötigen! Den Geburtstag zum Beispiel nur in Bereichen, in denen das gesetzlich vorgeschrieben ist. Jedes Pflichtfeld zuviel schreckt Kunden ab.
8. eine hohe Zahl an Bestellschritten
viele Händler denken, Sie sollten die Bestellschritte auf möglichst viele Seite verteilen, um den Kunden auf einer Seite nicht mit zu vielen Notwendigkeiten zu überfrachten. Das ist falsch. Je geringer die Anzahl der Seiten, durch die sich ein Kunde klicken muss, umso höher ist die Konversionsrate und umso geringer die Abbrecherrate.
9. sich wie ein stationärer Händler verhalten
Internet ist Internet. Ladenschäft ist Ladengeschäft. Das Internet erfordert eigene Herangehensweisen. Passen Sie sich diesen an – und versuchen Sie nicht alle Erfahrungen aus Ihrem Ladengeschäft im Internet 1:1 übernehmen zu wollen.
10. Selbstzufrieden sein
Es gibt immer was zu verbessern an einem Online-Shop. Die Konversionsrate kann immer noch optimiert werden. Seien Sie nie zu zufrieden mit sich und Ihrem Shop. Ruhen Sie sich nicht auf den Lorbeeren aus – sondern gehen Sie ran: Es gibt viel zu verbessern!
Wenn wir im letzten Artikel schon über das Thema eines neuen Online-Shops geschrieben haben, möchten wir jetzt auch einmal darauf hinweisen, was Sie bei ihrem neuen Online-Shops keinesfalls machen sollten…
10 Dont’s für Online Shops:
1. Intransparent sein
Ihr Shop sollte so transparent wie möglich sein. Legen Sie frühzeitig offen, wie hoch die Versandkosten sind, wie lange die Lieferzeiten, wie die Zahlungsmöglichkeiten – ohne dass der Kunde 10 Seiten AGBs durchwühlen muss.
2. Unehrlich sein
Schreiben Sie nicht bei jedem Produkt „das beste, das tollste und sowieso…“. Die Kunden möchten sachlich informiert werden, über Spezifikationen eines Produktes, über seine Vorteile, aber auch über seine Nachteile. Je weniger Werbesprache Sie einsetzen, je ehrlich Sie sind, desto mehr Vertrauen bekommen Ihre Besucher in Ihren Online Shop – und desto eher werden Besucher zu Kunden.
3. Bestellung nur bei Registrierung
Natürlich ist es schön, für den Shop-Betreiber, eine möglichst große Menge an fest registrierten Kunden zu haben. Aber manch ein Kunde möchte einfach mal schnell nur ein Produkt bestellen, ohne sich aufwendig zu registrieren, eine Bestätigungsemail abzuwarten etc.
Geben Sie Ihren Kunden diese Möglichkeit!
4. NUR Vorkasse
Klar, bei Neukunden den Versand auf Rechnung zu abzuwickeln stellt für Sie als Händler heute leider ein zu großes Risiko dar – und viele Kunden haben dafür Verständnis, wenn sie ihre Erstbestellung nicht auf Rechnung bekommen. Aber es muss nicht immer Vorkasse sein – denn warum sollte der Kunden Ihnen in Bezug auf die Lieferung vertrauen, wenn Sie ihm nicht trauen?
Es gibt viele Alternativen, die für beide Seiten sicher sind: PayPal, Kreditkarte, Moneybookers, Nachnahme etc. In unseren Beiträgen dazu können Sie einige Informationen lesen.
Und wenn es denn Vorkasse sein muss, bedanken Sie sich bei Ihren Kunden wenigsten mit einem kleinen Rabatt – und wenn es nur 2% sind.
… und weiter geht’s beim nächsten mal!
Und hier noch ein Webhosting-vergleich für Sie
kennen Sie das? Irgendwann gefällt einem der alte Online-Shop nicht mehr.
Das erste, was dem Betreiber normalerweise auffällt, ist, dass das Design seine besten Jahre hinter sich hat – ok ein paar Jahre (gefühlte Jahrzenhnte) hat es ja auch schon auf dem Buckel.
Dann denkt man also über ein Redesign nach. Entwürfe werden gemacht, Ideen gesammelt. Übersichtlicher soll es werden, ansprechender und ja, natürlich auch moderner.
Und dann? Dann stellt man fest, mit einem neuen Design alleine gewinnt man keinen Blumentopf mehr – auch die Funktionalität muss zeitgemäß sein.
Web 2.0? Tag-Clouds der Suchbegriffe oder von Kunden vergebener Tags. Bewertungs-Funktion, Filtermöglichkeiten, eine bessere, logischere und intelligentere Suche, mehr Zahlungsarten und vieles mehr.
Irgendwann gelangt man an den Punkt, an dem man feststellt, dass vieles mit der alten Technik gar nicht mehr möglich ist. Der alte Shop kann vieles gar nicht. Also kommt nun der Gedanke an ein neues System. Anforderungslisten werden erstellt, umgeworfen, erweitert oder auch unnötiges gestrichen.
Am Ende steht der Traum-Shop – zumindest gedanklich. Und dann geht es an die Umsetzung. Ok, vieles klang toll, aber wie kann man das alles umsetzen? Und was ist mit den alten Seiten, mit den vielen Infos, die man seinen Kunden schon geboten hat? Die sollen übernommen werden, wegen der Suchmaschinen die Links möglichst erhalten werden, das alles aber unter voller Integration des Shop-Systems in den Content-Bereich. Also kommt nur ein ausgereiftes CMS und ein ausgereifter Shop in Frage – die eierlegende Wollmilchsau…
Warum ich das alles schreibe? Nun ich sitze gerade für zwei Shops an so einer Rundum-Erneuerung. Ja, es ist ein verdammt großer Aufwand. Es kostet mich viel Zeit, viel Nerven, viele Stunden Schlaf – aber es lohnt sich!
Gehen Sie das Wagnis ruhig auch ein. Am Ende steht ein besserer Shop, vielleicht Ihr persönlicher Traum-Shop, vielleicht wirklich die eierlegende Wollmilchsau.
Vor allem aber, werden Sie Ihren Besuchern und Kunden am Ende ein besseres Einkaufserlebnis präsentieren können. Das – und der daraus sicherlich resultierende Umsatz
– ist den Aufwand sicher wert. Also ran an das Projekt – und bitte nicht verzweifeln…
In der aktuellen Ausgabe der Internet World Business dreht sich vieles um das Thema „Konversionsraten“. Unter der Konversionsrate versteht man den Prozentsatz der Besucher eines Online Shops, die am Ende auch Produkte in diesem Shop bestellen.
Naturgemäß erscheinen den meisten Shop-Betreibern ihre Konversionsraten viel zu gering, oft wird von Raten zwischen 0,5 und 1% gesprochen, von 3% als dem großen Ziel. Ob die eigenen Raten aber wirklich schlecht waren oder die Konkurrenz soviel besser, darüber musste man sich am Ende doch meist in Spekulationen ergehen.
Einer neuen Studie des E-Commerce Spezialisten Web Arts zufolge, die als Aufhänger in der Internet World Business dient, wären die oben genannten Zahlen wirklich nicht sehr gut und auch eine Rate von 3% zu übertreffen wäre sehr gut möglich, gerade wenn man sich an den Erfolgen US-amerikanischer Shops, deren Raten teilweise im mittleren zweistelligen Bereich liegen sollen, orientiert.
Auch wenn die Zahlen des Artikels alles in allem noch recht abstrakt wirken und nicht sicher ist, wie zuverlässig sie sind (zum Beispiel wird die Frage nicht beantwortet, welche Shops für die Studie herangezogen wurden, oder ob vielleicht vor allem Shops an der Studie beteiligt waren, die gerne mit ihren guten Raten protzen wollten).
Aus einer anderen Sicht ist die Studie aber von viel greifbarerem Interesse für die normalen Shop-Betreiber. Sie räumt nämlich gründlich mit dem weitverbreiteten Irrglauben auf, dass die Besucher von Online Shops vor allem im Bestellprozess aussteigen würden und hier besonders viele Optimierungsmöglichkeiten lägen. Das Gegenteil scheint der Fall: Wenn die Zahlen der Studie stimmen, dann steigt der Großteil der Besucher bereits vorher aus, 34% bereits auf der Startseite, weitere 24% in den Kategorieübersichtsseiten und weitere 33% auf den Produktseiten, so dass am Ende nur ca. 9% der Besucher überhaupt ein Produkt in den Warenkorb legen – wo dann bzw. im Bestellverlauf danach die restlichen 6% aussteigen, damit am Ende noch die Durchschnittsrate von 3% übrig bleibt.
Selbst wenn man, wie eingangs geschrieben, die verbleibende Konversionsrate von 3% nicht als absoluten Mittelwert ansehen kann, so zeigt die Studie doch, dass man mit einer Optimierung des eigenen Shops nicht erst da ansetzen sollte, wo die Besucher die eigentliche Bestellung durchführen, was oft als Allheilmittel postuliert wurde, sondern weit früher.
Neben einem eigenständigen Shopsystem gibt es für Shopbetreiber auch die Möglichkeit auf das Konzept einer Mietlösung zurückzugreifen.
Solche Mietshops werden von viele Webhostern angeboten, am bekanntesten darunter in Deutschland sicherlich 1&1 und Strato.
Der Vorteil einer solchen Mietlösung liegt vor allem in ihre recht einfachen Skalierbarkeit.
In wenigen Schritten hat man einen Shop eingerichtet und auch ein Design ausgewählt. Gerade bei den Design geht das weit schneller als bei großen Systemen wie XT:Commerce oder OSCommerce u.ä.
Hier liegt aber auch der Nachteil der Shops. Die eigenen Eingriffsmöglichkeiten in das Design und die Struktur eines solchen Shops sind meist sehr gering und wirklich individuelle Shops damit nur schwer umsetzbar.
Wie für das Design gilt dies auch für technische Erweiterungen. Es gibt keine Community und selten Plug-Ins für Sonderfunktionen und meist auch keine Eingriffsmöglichkeiten in den Quellcode um eigene Ideen umzusetzen. Bei 1&1 war dies bei der letzten Shop-Generation noch möglich, bei den Shops der neuen Generation aber auch nicht mehr.
Am Ende sind Mietlösungen also vor allem etwas für kleine Shops, deren Betreiber mehr an geringen Anfangskosten, einer schnellen Einrichtung und einem leichten Einstieg ohne Programmierkenntnisse gelegen ist, als an komplexen Einzellösungen.
Das Shopsystem XT:Commerce hat sich in den letzten Jahren zu einem der meist eingesetzten Shop-Systeme entwickelt.
Ursprünglich auf Basis von OSCommerce entwickelt und um viele Features erweitert bildete sich später eine rege Community rund um das Open Source System.
Die Vorteile von XT:Commerce (kurz: XT:C) liegen auf der Hand:
- Das System ist kostenlos verfügbar
- durch die Existenz der Community gibt es immer wieder Verbesserungen, an denen man, entsprechende Programmierkenntnisse vorausgesetzt, selbst mitwirken kann, was auf Grund des offenen Quellcodes gut möglich ist.
- XT: Commerce bietet eine Vielzahl an Features, die man sonst nur von teuren Kaufsystemen kennt.
- es gibt Unmengen an Plugins mit neuen Features, die von der Community bereit gestellt werden.
Der Nachteil von XT:Commerce ist sicherlich die recht hohe Einstiegsschwelle, wenn man einen wirklich individuellen Shop erstellen möchte. Solide Programmierkenntnisse in html, CSS und möglichst auch php sind nötig. Natürlich kann man sich auch auf ein fertiges Template verlassen, aber dabei fehlt oft die Eigenständigkeit.
Für ca. 100 Euro kann man auch einen XT:Commerce Support für ein Jahr abonnieren, der es ermöglicht, Fragen in speziellen, nur Kunden zugänglichen, Foren zu stellen. Allerdings ist die Qualität des Supports oft nur recht mangelhaft.
Eine ideale Möglichkeit, die Vorteile und die kostenlose Verfügbarkeit mit einem individuellen Design und Features zu kombinieren ist es, sich an eine Agentur zu wenden, die sich mit dem XT:Commerce Shop Design auskennt.
Sie haben 3000 tolle Produkte in Ihrem Online Shop, aber keiner bestellt bei Ihnen, obwohl Sie ausreichend Besucher haben?
Vielleicht sollten Sie sich einmal Gedanken über die Auffindbarkeit Ihrer Produkte machen!
Ein paar Tipps dazu:
1. Sortieren Sie Ihre Produkte nicht so, wie es Ihnen am besten gefällt, oder wie es Ihnen später mit der Verwaltung des Shops am leichtesten fallen wird, sondern überlegen Sie, wie Ihre potentiellen Kunden am schnellsten zu den gewünschten Produkten gelangen könnten.
Machen Sie vielleicht auch mal den „Hausfrauen-Test“, in dem Sie viele „normale“ Internet Benutzer an Ihre Seite setzen und ihnen Aufgaben geben, bestimmt Produkte zu finden. Lassen Sie diese den Weg zum Produkt aufschreiben. Den Weg, den die meisten versucht haben, sollten Sie für Ihre Sortierung wählen.
2. Gestalten Sie ihre Navigation übersichtlich. Viele Shop-Betreiber denken, wenn Sie möglichst viele Produktkategorien durch kleine Schriftarten auf kleinem Raum darstellen, so dass die Besucher viele Kategorien sehen, ohne scrollen zu müssen, sei das ideal. Oft gehen eine zu kleine Schriftart oder zu kleine Abstände zwischen den Zeilen der Navigation aber auf Kosten der Übersichtlichkeit. Auch hier sollten Sie gut überlegen, was für Ihre Besucher wirklich ideal ist.
3. Viele potentielle Kunden nutzen direkt die Suchfunktion eines Shops. Die meisten erwarten das Suchfeld rechts oben auf der Shop-Seite. Auch wenn es designtechnisch vielleicht noch so ansprechend wäre: links unten ist eindeutig der falsche Platz für ein Suchfeld!